Kredietcrisis bonus voor student

Nieuws | de redactie
25 juni 2009 | De kredietcrisis heeft in het HO een winnaar: de leen-student. Door de dalende trend bij de wereldwijde rentes zakt ook het rentepercentage dat voor studieleningen gevraagd wordt. De vierde 'CHE-Studienkredit-Test' analyseert deze ontwikkeling aan de hand van 33 verschillende aanbieders en hun pakket vor de klant.

Lediglich drei Anbieter, die Deutsche Kreditbank, die PSD-Bank und die VR-Bank Rothenburg ob der Tauber, haben gegen den Trend die Zinsen erhöht. Die Deutsche Bank und die Dresdner Bank haben keine Zinsanpassung vorgenommen. Insbesondere das Angebot der KfW, die Studienbeitragsdarlehen der Länder und die Kreditmodelle einiger regionale Anbieter (Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken) sind von den Kosten her allerdings deutlich attraktiver als noch vor einem Jahr.

Projektleiter Ulrich Müller: “Die Finanzkrise hat, anders als vereinzelt befürchtet, keine negativen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Studienkrediten in Deutschland. Es ist weder eine zurückhaltende Vergabe von Studienkrediten noch eine Verschärfung der Auswahlverfahren festzustellen. Im Gegenteil führt die Finanzkrise vielfach zu günstigeren Konditionen.” Eine aktuelle Auswirkung ergab sich jedoch nach Abschluss der Erhebung. “Laut einer Pressemitteilung vom 28. Mai 2009 hat die Deutsche Bildung Gruppe für drei Gesellschaften einen Insolvenzantrag gestellt. Sie gibt aber an, die bereits geförderten Studierenden seien nicht betroffen und Bewerbungen weiter möglich,” ergänzt Müller.

Ulrich Müller warnt davor, Studienkredite ausschließlich unter Kostengesichtspunkten zu bewerten: “Entscheidend ist nicht nur der Zinssatz.” Die unterschiedlich ausgestalteten Kreditangebote sind für verschiedene “Studierendentypen” unterschiedlich attraktiv. Wer beispielsweise besonderen Wert auf Flexibilität legt oder ein Auslandsstudium plant, muss eventuell höhere Zinssätze in Kauf nehmen.

Insgesamt hatten die Anbieter von Studienkrediten, -fonds oder -darlehen im Jahr 2008 über 60.000 Vertragsabschlüsse zu verzeichnen. Allein Nordrhein-Westfalen hat 2008 über 17.000 Studienbeitragsdarlehen neu vergeben. Bei den bundesweiten Angeboten verzeichnet der KfW-Studienkredit die stärkste Nachfrage, er wurde 2008 über 15.000 Mal neu in Anspruch genommen. Der “Bildungskredit” des Bundesverwaltungsamtes wurde ebenfalls über 12.000 Mal zur Finanzierung des Studienabschlusses genutzt.

Eine Lücke im Angebot sieht Ulrich Müller bei aller Vielfalt aber dennoch: “Es fehlt ein maßgeschneidertes Modell für Weiterbildungsstudiengänge”. Viele Anbieter sehen zwar prinzipiell auch eine Förderung z.B. eines MBA vor, allerdings ist das vorgegebene Finanzvolumen meist nicht ausreichend für die anfallenden höheren Studiengebühren und die (z.B. aufgrund einer Familie) gewachsenen Lebenshaltungskosten. Ulrich Müller: “In Bezug auf weiterbildende und berufsbegleitende Studiengänge hält leider kein Anbieter ein überzeugendes, profiliertes Kreditmodell bereit.”


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