Sich anstrengen? Ja, weil es menschlich ist.

Nieuws | de redactie
17 juni 2008 | Wie überleben im globalen Wettbewerb Staatenverbünde, Staaten, Unternehmen, Teams, die einzelnen?  Schaut man sich Parteiprogramme oder auch blogs an, gibt es dem Anschein nach 2 Hauptantworten: die erste, von weltfremden Gutmenschen, aber auch Demagogen propagiert, findet Wettbewerb unanständig, schwätzt von Gerechtigkeit und solidarischer Gleichheit, meint aber Gleich-Macherei und Mittelmaß.

Damit keiner sich zu sehr durch Kreativität und Leistung hervortut, bedarf es der bürokratischen Steuerung durch eine von den  „fortschrittlichen Kräften“ kontrollierte „Demo-Kratie.“

Schwimmtrainer
Die zweite, freiheitliche Antwort, auch die meine, setzt darauf, dass wir uns den Herausforderungen des globalen Wettbewerbs stellen. Aber nicht als  Zuschauer, z.B. als ängstlich-anonyme „blogger“, sondern als aktive, prinzipiell optimistische Mitglieder eines großen TEAMS, das gewinnen will. Gewinnen wird in der Regel nur, wer etwas kann, wer sich nachhaltig anstrengt und dazu noch Glück hat. Als einer, der vor etwas über 40 Jahren ein gar nicht so erfolgloser Schwimmtrainer war, weiß ich, dass sportliche Erfolge neben dem nicht ersetzbaren Talent vor allem beharrliches Training voraussetzen. Letzteres aber braucht die tief sitzende Motivation, etwas zu leisten, auf dem Weg zum Erfolg mehr zu tun als andere und sich dabei auch weh zu tun.

Das herrlich befreiende Gefühl nach einer Anstrengung – Läufer, Bergsteiger, Ball-Spieler: alle kennen es – vermag alle Lebensbereiche des Menschen zu durchdringen. Die ihm zugrunde liegende Kultur der Anstrengung ist es, die wir heute mehr als je in unserer Gesellschaft, vor allem aber im Bildungssystem fördern müssen, in einer Gesellschaft, die in den letzten Jahren infolge mangelnder Bewegung immer mehr zu dicke und immer weniger belastbare Kinder und Jugendliche hervorgebracht hat.

Nur zur Klarstellung: wenn die Kultur der eigenen Anstrengung unsere Persönlichkeit prägt, wird letztere immun gegen all das, was so genannten Profis  im Sport von vielen Geschäftemachern im Hintergrund zugemutet wird, nämlich Käuflichkeit und Manipulation von Glück und Leistung durch ebenso betrügerisches wie selbstmörderisches Doping.  Erst nach dieser Klarstellung kann ich fragen, ob denn wirklich Überforderung deutsche Schüler im achtjährigen Gymnasium oder Studierende in den (unnötig verschulten) Bachelor-Programmen belastet, oder ob hier nicht auch eine „fragmentierte“, also zu schwache Motivation, sich für EINE SACHE anzustrengen, die Probleme schafft.

Fichte’s Selbsttättigkeit
Dass junge Menschen Enormes leisten können, weit mehr als von ihnen erwartet wird, wenn sie gelernt  haben, sich die richtigen Ziele zu setzen und für diese hart zu“ trainieren“, ist durch viele Beispiele belegt. In Schule wie Hochschule wird dies um so häufiger gelingen, je mehr die Lehrenden dort immer weniger Lehr- und Prüfungsstoff verabreichen und immer mehr das Lernen als „Selbsttätigkeit“ (Fichte) organisieren.

Wer  in seinem Beruf erfolgreich sein will, wird  beim „Lebenslangen  Lernen“ härter als früher trainieren müssen, nicht nur je für sich, sondern vor allem auch im Team und im Netzwerk. Dabei wächst mehr Solidarität als bei den Parolen-Dreschern. Wer sich angestrengt hat, ist danach zufriedener als die ängstlich Geschonten. Die SOS-Kinderdörfer sind nicht von einem dem angeblich gerechten Mittelmaß verpflichteten Staat gegründet worden, sondern von Hermann Gmeiner, einem Mann, der gesagt und gelebt hat: “Alles Große in dieser Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut als er muss.“

Klaus Landfried
voormalig voorzitter van de HRK, de Duitse koepel van de Hbo- en wo-instellingen, en oud-president van de Universiteit van Kaiserslautern








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